Über mich

Ich beschäftige mich ausschließlich mit Familiensachen, Unterbringung in den psychiatrischen Krankenanstalten und Betreuungen. In Familiensachen engagiere ich mich besonders dafür, dass Kinder in ihrer vertrauten Umgebung bleiben können, dass sie von Gerichten und Jugendämtern die Hilfen erhalten, die es ihnen ermöglichen, ein gemeinsames Leben mit ihren Eltern zu führen. Dazu ist es erforderlich, dass eine lösungsorientierte Arbeit gepflegt wird, dass also nicht das Heil in gerichtlichen Entscheidungen gesucht wird, sondern die Probleme von Familiensystemen gelöst werden.

Zu diesem Zweck sind die üblichen entscheidungsorientierten psychologischen Sachverständigengutachten ungeeignet, weil sie nicht in das System Familie eingreifen, sondern nur in einer Momentaufnahme den gegenwärtigen Zustand von der Familie beleuchten. Ich setze mich dafür ein, dass in familienrechtlichen Verfahren alle Beteiligten, also Eltern, größere Kinder, Gerichte, Jugendämter, Verfahrenspfleger und Anwälte zusammenarbeiten, damit die familiären Probleme gelöst werden. Bei einem Entzug der elterlichen Sorge ist der Erforderlichkeitsgrundsatz strikt einzuhalten und es ist dafür zu sorgen, dass die Beziehungen zwischen Eltern und Kindern nicht abbrechen. Nur dann, wenn es gar kein anderes Mittel gibt, ist eine Trennung von Eltern und Kindern zulässig. Dieses zu überprüfen und dem nicht immer eingehaltenen strengen Maßstab für einen Sorgerechtsentzug wieder Geltung zu verschaffen, ist mir ein besonderes Anliegen.

Bei Unterbringungen ist akribisch zu prüfen, ob die Zwangsmaßnahmen als ultima ratio wirklich erforderlich sind oder ob nicht mit freiwilligen, ambulanten Maßnahmen das gleiche Ziel der Gefahrenbeseitigung für den Betroffenen weniger belastend erreicht werden kann.

In Betreuungssachen wird häufig nicht der Verhältnismäßigkeitsgrundsatz strikt genug angewendet. Hier prüfe ich, ob das psychiatrische Sachverständigengutachten dem Stand der Wissenschaft entspricht und ob daraus und aus den Gesamtumständen die für den zu Betreuenden am wenigsten belastende Maßnahme getroffen wird.

• Elmar Bergmann, Jahrgang 1944,

• Nach dem Jurastudium an der Universität Münster und Referendariat in Münster und Krefeld von 1975-79 Rechtsreferent der Flughafen Düsseldorf GmbH,

• Oktober 1979 bis April 1981 Richter am Land-und Amtsgericht Mönchengladbach,

• Vom 1. Mai 1981 bis 31. Mai 2009 Familien-und Vormundschaftsrichter am Amtsgericht Mönchengladbach-Rheydt,

• Seit September 2009 als Rechtsanwalt bei der Rechtsanwaltskammer Düsseldorf zugelassen,

• Zehn Jahre Lehrbeauftragter an der Hochschule für Verwaltungswissenschaften Nordrhein-Westfalen, Abteilung Düsseldorf, Fächer: Zivilrecht, Verfassungsrecht, Strafrecht inklusive Strafverfahrensrecht,

• Prüfer für die Laufbahnprüfung der Polizeikommissare beim Polizeipräsident Köln (Prüfung zum Diplomverwaltungswirt),

• Mitglied einer Besuchskommission für psychiatrische Krankenhäuser beim Regierungspräsidium Düsseldorf,

• Langjähriger Vorsitzender eines sehr bekannten Krefelder Chores,

• Ehemaliger Vizepräsident des Bundesverbandes Deutscher Konzertchöre, ehemaliger Vorsitzender des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen des Verbandes Deutscher KonzertChöre